Afro Cubano & Rumba Cubana

Afro Cubano

Afrokubanische Musik und Tänze umfassen zwei Hauptkategorien: die religiöse und die weltliche. Religiöse Musik umfasst die Gesänge, Rhythmen und Instrumente, die in Ritualen der religiösen Strömungen (zum Beispiel zu Ehren eines Gottes/Orisha) verwendet werden, während sich die weltliche Musik hauptsächlich auf Rumba Cubana und Comparsa (Karnevalsmusik) sowie einige kleinere Stile wie die Tumba Francesa konzentriert. Praktisch die gesamte kubanische Musik ist von afrikanischen Rhythmen beeinflusst und durch Stränge aus Spanien und Afrika zu einem einzigartigen kubanischen Stoff verwoben. Afrokubanische Religionen können in drei Hauptströmungen unterteilt werden: Santería, Palo Monte und Abakuá, wobei die Santería mit dem römischen Katholizismus synchronisiert ist.

Rumba Cubana

Der Begriff Rumba bezeichnet ursprünglich ein geselliges Zusammensein, zu dem auch Musik gehört. Als Komplex aus Tanz, Gesang und Perkussion entstand sie in den Schwarzenvierteln der kubanischen Hafenstädte Havanna und Matanzas, wurde aber auch in den Zuckerrohrplantagen praktiziert. Es ist ein rein weltliches Genre des Afro Cubano, dessen Trommelbegleitung und Melodik aus afrikanischen Wurzeln genährt werden. Ihre Einheit von Gesang, Tanz und Instrumentalmusik ist in afrikanischer Musik nicht unbekannt, verweist aber insbesondere auch auf den Flamenco als Wurzel. Es gibt drei traditionelle Genres in der Rumba, die sich im Tempo, der verwendeten Clave und dem Tanz unterscheiden: Yambú, Guaguancó und Columbia.